Kuba und Deutschland beraten Kooperation im Umweltsektor

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Der deutsche Staatssekretär Jochen Flasbarth (Quelle: T-Online)

 

Havanna. Kuba und Deutschland erörtern derzeit neue Möglichkeiten der Kooperation im Umweltsektor und bei der Verminderung und Vorbeugung der Folgen des Klimawandels. Bei seinem jüngsten Kuba-Aufenthalt traf der Staatssekretär im
Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, auf Vertreter der kubanischen Ministerien für Wissenschaft und Technologie, für Umwelt, für Energie und Bergbau sowie des nationalen Instituts für Wasserwirtschaft.

Bei den Zusammenkünften stand insbesondere die Zusammenarbeit beim Alexander-von-Humboldt-Nationalpark auf dem Programm, der im Jahr 2001 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Flasbarth betonte nach seinem Besuch den großen Wert der Biodiversität in dem Areal, das auch „auf wirtschaftlichem Gebiet von enormer Wichtigkeit“ sei, so der Staatssekretär

Auch der Ausbau der erneuerbaren Energien wurde diskutiert. Flasbarth hob im Gespräch mit der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina die Bedeutung der Pläne der kubanischen Regierung hervor, bis zum Jahr 2030 mindestens 24 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Insbesondere den Ausbau der Sonnenenergie sowie von Biomasse-Kraftwerken bewerte der Staatssekretär als sinnvoll.

Andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit sieht Flasbarth bei der Verarbeitung und Klärung von Wasser und der Reinhaltung der Luft. Er machte deutlich, dass auch finanzielle Unterstützung in diesen Anliegen in Frage käme. „Allerdings wollen wir nicht als Alleswisser oder Besitzer von universellen Lösungen erscheinen“, betonte Flasberth. Es sei Sache Kubas abzuwägen, ob Deutschland ein geeigneter Partner für die Arbeit bei Umweltprogrammen sein könnte.

von Marcel Kunzmann / Amerika21

Fidel Castro zeigt sich zu seinem 90. Geburtstag in der Öffentlichkeit

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Fidel Castro zusammen mit Nicolás Maduro vergangenen Samstag im Karl-Marx Theater (Quelle: Cubadebate / Flickr)

Er hat im Laufe seines Lebens immer wieder für Überraschungen gesorgt. Eine der größten lieferte Fidel Castro vergangenen Samstag mit dem Erreichen eines Alters von 90 Jahren. Nicht selten hat Kubas „Lider histórico“ Zweifel geäußert, ob er ein solches Alter je erreichen würde. Wohl keine andere Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts kann auf eine Biographie blicken, die so sehr von Mordanschlägen und Todesgerüchten gleichermaßen geprägt ist – bis heute. Noch vor wenigen Monaten kursierten Gerüchte über das Ableben des „Comandante en jefe“, nun zeigt sich dieser zusammen mit 5.000 geladenen Gästen zu einer Feier in Havannas Karl-Marx Theater.

Bereits während seiner Studienzeit glaubten seine Kommilitonen nicht, dass Fidel Castro alt werden würde. Im Rahmen der Studentenproteste, an denen er 1948 sogar in Kolumbien teilnahm, machte sich der ehrgeizige Jurastudent Castro bereits in jungen Jahren viele Feinde. Er überlebte nicht nur den Sturm auf die Moncada-Kaserne 1953, bei dem die Mehrzahl seiner Mitstreiter den Tod fanden, sondern kann neben der Begnadigung durch den Diktator Batista auch immer wieder auf glückliche Zufälle zurückblicken, die ihm das Leben retten.

Ebenso bei der Landung der „Granma“ an der kubansichen Ostküste im Jahr 1956. Mit 82 Mitstreitern gelang es Castro aus dem mexikanischen Exil heraus den bewaffneten Kampf gegen die Batista-Diktatur zu organisieren. Die Ankunft des Schiffes sollte der geheime Startschuss für die Revolution werden. Die Landung wird jedoch frühzeitig von den Batista-Truppen erkannt, die Aktion endet fast als Fiasko. Wieder sterben dutzende, darunter enge Freunde und Weggefährten des Revolutionärs. Fidel, sein Bruder Raúl, Camilo Cienfuegos und Che Guevara schaffen es jedoch, sich im anschließenden Guerillakrieg nicht nur militärisch zu behaupten.

Auch nach dem Sieg der Revolution konnte dem bärtigen Staatschef so schnell nichts anhaben. Die Invasion in der Schweinebucht 1961, deren Zurückschlagung er persönlich leitete, überstand er unversehrt. Genauso wie über 600 Mordanschläge, die im Laufe der Jahre durch den CIA und exilkubanische Gruppen geplant wurden. Selbst als er sich 1994 in Zeiten der schwersten Wirtschaftskrise vor eine wütende Menge von Demonstranten stellte, schien ihm nichts und niemand etwas anhaben zu können. Castro vermochte es, selbst seine Gegner milde zu stimmen.

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Fidel Castro bei seiner Festnahme nach dem gescheiterten Angriff auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba 1953 (Quelle: FidelCastro.cu)

Doch mit rückläufigen Mordanschlägen nahmen die Todesgerüchte zu. Bereits seit den 1980er Jahren gab es Spekulationen über den Gesundheitszustand von Fidel Castro, damals war von einer Parkinsonerkrankung die Rede. Nach seinem Rückzug aus der Politik in Folge einer Not-OP im Jahr 2006 begannen die Spekulationen auszuufern und mündeten schließlich in immer wiederkehrenden Gerüchten über den Tod des „Comandante“, die vor allem im Netz unter exilkubanischen Kreisen regelmäßig zirkulieren. Diese werden dann von Kubas Staatsmedien gelegentlich und scheinbar ganz nebenbei durch öffentliche Kurzauftritte oder neue Fotos mit ausländischen Staatsgästen widerlegt. Zuletzt wurde vor dem Obama-Besuch über Castros Tod spekuliert, bis dieser kurz darauf eine Kolumne in der Parteizeitung „Granma“ veröffentlichte.

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Fidel Castro 1984 bei einem Auftritt im Karl-Marx Theater (Quelle: FidelCastro.cu)

Auch zu seinem 90. Geburtstag meldete sich Castro zu Wort und bedankte sich bei allen Gratulanten, wozu zahlreiche ausländische Staatschefs zählen. Neben Russlands Präsident Vladimir Putin beglückwünschte ihn auch die argentinische Präsidentin Cristina Fernández. Währenddessen wurde natürlich auch in Kuba gefeiert. In der Nacht zum Samstag tanzten tausende Kubaner zu einem Salsa-Konzert auf der „Antiimperialistischen Tribüne“ entlang der Uferpromenade Malecón. Ein kubanischer Tabakbauer rollte anlässlich des runden Jubiläums eine 90 Meter lange Zigarre. Diese präsentierte er stolz Vertretern der britischen Botschaft, welche sich um den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde kümmerten.

Ansonsten fielen die Feierlichkeiten eher bescheiden aus. Unter dem Motto „Fidel entre nosotros“ (Fidel unter uns) wurden in einigen staatlichen Einrichtungen Fotoausstellungen eröffnet und Veranstaltungen durchgeführt. Das Nachrichtenportal „Cubadebate“ schaltete die Webseite www.fidelcastro.cu online, die mit zahlreichen Informationen und Bildern über das Leben des ehemaligen Präsidenten aufwarten kann. Doch wieder einmal sorgte Castro selbst für die größte Überraschung. Diesmal mit seinem öffentlichen Auftritt vergangenen Samstag im Karl-Marx Theater, dem ersten seit April. Zusammen mit seinem Bruder Raúl und Venezeulas Präsident Nicolás Maduro verfolgte der 90-jährige dort seine Geburtstagsgala, bei der auch Havannas Stadthistoriker Eusebio Leal mitwirkte.

Auch wenn vor 10 Jahren wahrscheinlich nicht einmal er selbst daran geglaubt hätte: Fidel Castro konnte am 13. August 2016 seinen 90. Geburtstag feiern und scheint dabei in guter Verfassung zu sein. „Er hat mehr Leben als tausend Katzen“, sagte der Journalist Fernando Ravsberg über den ehemaligen kubanischen Staatschef. Dem scheint sich Castro durchaus bewusst zu sein. „Wenn ich wirklich einmal sterbe“, sagte er noch vor einigen Jahren gegenüber ausländischen Journalisten, „wird es wahrscheinlich niemand glauben.“

Havannas Sammeltaxis in der Krise

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An manchen Orten warten Fahrgäste über eine Stunde, um einen Sitzplatz in einem Sammeltaxi zu erhaschen (Quelle: Granma)

Havannas berühmte Kollektiv-Taxis, die meist in Form alter US-Oldtimern durch die wichtigsten Verkehrswege der Stadt fahren, sind in den letzten Wochen immer seltener geworden. Wo früher noch alle paar Minuten ein Sammeltaxi vorbeifuhr, müssen Passagiere heute manchmal über eine Stunde warten. Das alles kommt nur kurz nach Raúl Castros Ankündigung, dass Kuba aufgrund zurückgehender Öllieferungen aus Venezuela sparen muss.

Kollektivtaxis – eine wichtige Ergänzung des Transportsystems

An praktisch jeder wichtigen Hauptstraße Havannas sieht man sie stehen. Winkende, scheinbar wild gestikulierende Kubaner, die gerade dem Fahrer mitteilen wollen, in welche Richtung es gehen soll. Die anhaltenden Autos haben viele Namen: Almendrones (speziell für die alten US-Autos), Maquinas, Taxi-Rutero oder Taxi-Colectivo, um nur einige zu nennen. Fest steht, dass sich jene Fahrzeuge, die man im deutschen am ehesten als Sammeltaxi bezeichnen würde, in den letzten Jahren einen wichtigen Platz im Transportsystem der kubanischen Hauptstadt erobert haben.

Für einen Preis von normalerweise 10 Pesos (ca. 0,40 US$, längere Strecken auch 20 Pesos) rollen die Fahrer auf fixen Routen nach dem „Hop-On, Hop-Off“-Prinzip durch die wichtigsten Korridore der Hauptstadt. Entlang der Strecke können Fahrgäste jederzeit ein- bzw. aussteigen. Normalerweise fahren die Colectivos Tag und Nacht. Selten muss man länger als ein paar Minuten auf eine Mitfahrgelegenheit warten, was dem ganzen etwas von einem offiziellen Transportsystem verleiht.

Dabei arbeiten die Fahrer der Kolektivtaxis auf eigene Rechnung und entrichten ihre Steuern an den Staat. Durch konstante Preise konnten sie sich einen festen Platz als Alternative zum Bussystem etablierten, da die Fahrt mit einer Maquina in der Regel deutlich schneller, flexibler und komfortabler als eine Busfahrt ist. Das hat bis vor kurzem recht gut funktioniert, doch seit einiger Zeit rumort es zwischen Staatsapparat, Taxifahrern und Fahrgästen.

Doppelter Fahrpreis und weniger Autos

Anfang Juli haben einige Taxifahrer damit begonnen, ihre Routen zu verkürzen. Andere verdoppelten den Fahrpreis. Immer mehr Fahrgäste beschwerten sich in der Folge über die nachlassende Qualität und Zuverlässigkeit der markanten Oldtimertaxis. Statt 10 Pesos müssen Kunden nun oft 20 Pesos für die selbe Strecke löhnen, was diese Transportmöglichkeit für viele zu teuer macht.

Der Staat hat reagiert und erließ am 14. Juli eine offizielle Preisliste, die die Obergrenzen für bestimmte Routen definiert. Im wesentlichen wurden die bisher gängigen Preise als Obergrenze angegeben. Gleichzeitig wurden Kontrollen angekündigt.  Die Ernüchterung erfolgte schon bald danach: Die Schlangen an den Haltepunkten werden länger, weil viele Fahrer einer Maquina erst einmal zu Hause bleiben und abwarten wie sich die Lage entwickelt. Die Einrichtung einer offiziellen Beschwerdenummer stößt bei ihnen auf wenig Verständnis. In der Folge verkompliziert sich die Transportsituation in der Hauptstadt immer weiter. Doch was ist hier eigentlich los?

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Fast 5.000 Kollektivtaxis fahren durch die Straßen Havannas, die meisten von ihnen in Form von US-Oldtimern (Quelle: Granma)

Die Parteizeitung „Granma“ widmet dem Thema nun einige Wochen später eine ausführliche Reportage. Maribel Poulot Bravo von der Transportdirektion der Hauptstadt zeigt wenig Verständnis für die Preiserhöhungen der Taxifahrer. Weder seien die Steuern noch die Abgabepreise für Treibstoff an den Tankstellen erhöht worden, erklärte die Funktionärin gegenüber der Zeitung. Inzwischen seien bei der Polizei über 154 Anzeigen wegen ungesetzlichem Verhalten der Fahrer eingegangen, 44 Lizenzen wurden entzogen.

In einem ersten Schritt wurden die 4.960 Fahrer der Hauptstadt über die neuen Preisobergrenzen informiert. Mittels investigativer Kontrollen in zivil, bei denen sich der Kontrolleur als Fahrgast ausgibt, wurden dutzende von Fällen aufgedeckt in denen der Fahrer entweder zu viel Geld verlangte oder auf andere Weise ungesetzlich handelte. Faktoren wie der Erwerb von Kraftstoff und die Einhaltung der maximalen Arbeitszeiten sind verstärkt in den Fokus der Behörden gerückt.

Legale Lösungen in Sicht?

Der Treibstofferwerb ist der entscheidende Punkt. Gegenüber Granma erklärten zahlreiche Taxifahrer, dass sich ihr Geschäft nicht lohnen würde, wenn sie das Benzin zu offiziellen Preisen an der Tankstelle kaufen würden. Stattdessen erstehen sie den Treibstoff bereits seit Jahren auf dem Schwarzmarkt, wo er weniger als die Hälfte kostet. Der Schwarzmarkt speist sich vor allem aus abgezwackten staatlichen Diesel- und Benzinzuteilungen für Dienstfahrzeuge. Diese wurden jedoch im Rahmen der laufenden Sparmaßnahmen gekürzt. Die Knappheit ließ offenbar den Schwarzmarktpreis steigen, was nun an die Kunden weitergegeben wird.

Die bisherige Methode einer verstärkten Kontrolle hat dabei nur mäßige Ergebnisse gebracht und zum Rückgang beim Angebot geführt. Nur die wenigsten Fahrer schaffen es offenbar, unter legalen Bedingungen profitabel zu arbeiten oder können sich das Risiko leisten, weiterhin über den Schwarzmarkt zu tanken.

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Ein russischer Kleinbus der Marke GAZ gilt als möglicher Kandidat für die Zukunft der Sammeltaxis in Havanna (Quelle: Cubadebate)

In der Verwaltung hat man dies mittlerweile erkannt und arbeitet an einer längerfristig orientierten „Neuordnung“ des privaten Taxiverkehrs in Havanna. Bereits seit längerer Zeit zirkulieren Gerüchte, dass die alten US-Oldtimer ausrangiert und durch chinesische Autos und russische Kleinbusse ersetzt werden sollen, die auf Vertragsbasis mit dem Staat arbeiten. Ein in Frage kommendes Fahrzeugmodell wurde bereits im Juni vorgestellt. Auch die Einführung von Großmarktpreisen an den Tankstellen ist im Gespräch, so dass die Taxifahrer dort zu moderateren Preisen legal tanken könnten.

Inwiefern neue Vertragsmodelle mit günstigerem Steuersatz und vergünstigtem Benzin eine mittelfristige Lösung darstellen können, bleibt offen. Fakt ist, dass der Staat den Taxifahrern eine Alternative zum Schwarzmarkt anbieten muss, wenn er die Preise für die Passagiere konstant halten will. Dabei ist schnelles handeln gefragt, denn die Transportsituation war bereits vor dem Rückgang der Taxis kritisch. Täglich nutzen über 175.000 Personen in Havanna die Colectivo-Taxis.


Preisliste vom 14. Juli 2016 (PDF)

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Französische Firma wird Havannas Flughafen betreiben

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Der internationale Flughafen „José Martí“ in Havanna stößt an seine Kapazitätsgrenze (Quelle: Huffington Post)

Betrieb und Ausbau von Havannas Zentralflughafen „José Martí“ wird künftig von einer französischen Firma übernommen. Dies gab das kubanische Transportministerium am gestrigen Mittwoch in einer Pressekonferenz zusammen mit einer offiziellen Stellungnahme bekannt. Auch der kleinere Flughafen von San Antonio de los Baños, der etwa 35 Kilometer von der Hauptstadt entfernt liegt, soll von dem französischen Unternehmen „Aéroports de Paris“ betrieben und modernisiert werden.

Flughafen an der Kapazitätsgrenze

Havannas „Aeropuerto José Martí“ ist der größte und wichtigste Flughafen Kubas. Er wurde 1930 eröffnet und verfügt über fünf Terminals von denen zwei dem internationalen Flugverkehr dienen. Vergangenes Jahr wurden hier 1,69 Millionen Passagiere abgefertigt. Praktisch jeder zweite Besucher der auf Kuba ankam, ging durch die Schleusen des „José Martí“-Airports.

Seit der Neueröffnung von Terminal 3 im April 1998 fand praktisch kein größerer Ausbau des Flughafens mehr statt. Doch die Passagierzahlen sind seitdem rasant angestiegen. 2015 knackte die Besucherstatistik des kubanischen Tourismusministeriums erstmals die Marke von drei Millionen, ein Plus von gut 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch in diesem Jahr wächst der Tourismus in ähnlicher Geschwindigkeit.

Darunter hat der Komfort für die Passagiere zuletzt immer mehr gelitten. Beschwerden über lange Wartezeiten, langsame Gepäckausgabe und defekte Klimaanlagen drohen dem „José Martí“-Flughafen einen zweifelhaften Ruf einzubringen. Wenig verwunderlich daher, dass sich die neue Flughafen-Administration „sofortige Maßnahmen“ zur Verbesserung der Gepäckausgabe und des Passagierflusses vorgenommen hat, wie in der Pressekonferenz betont wurde.

Souveränität bleibt gewahrt

Das Abkommen mit der Betreiberfirma „Aéroports de Paris“ hat langfristigen Charakter. Mit Ausbauplänen, die bis ins Jahr 2030 reichen, soll Havannas Hauptflughafen fit für das steigende Passagieraufkommen der kommenden Jahre gemacht werden. Die Renovierungsarbeiten sollen vom ebenfalls französischen Unternehmen Bouygues koordiniert werden, das bereits mehrere Hotels auf der Insel errichtet hat. Unter anderem ist der Ausbau von Terminal 3 geplant.

Auch in San Antonio de los Baños, einem kleineren Flughafen in der Provinz Artemisa, soll gebaut werden. Mit Hilfe eines neuen Terminals sollen dort künftig internationale Fluggäste abgefertigt werden, um „José Martí“ zu entlasten. Auch hier wird „Aéroports de Paris“ die Verwaltung des Flughafens übernehmen. Tourismusminister Manuel Marrero betonte das Renommee des französischen Unternehmens, welches für den Betrieb der drei großen Verkehrsflughäfen von Paris, darunter auch der bekannte „Charles de Gaulle„, verantwortlich ist. Die Firma wurde 1945 als staatliches Unternehmen gegründet und ist seit 2005 eine Aktionsgesellschaft, bei der der französische Staat den Mehrheitsanteil hält.

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Pressekonferenz des Transportministeriums am 3. August (Quelle: ACN)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Pressekonferenz unterstrich der Minister, dass die Souveränität des Landes mit dem Abkommen geschützt werde. Beide Flughäfen bleiben in staatlichem Besitz, ebenso alle Installationen die in Zukunft darauf errichtet werden. Die Betreiberkonzession sieht vor, dass der Personalbestand erhalten bleibt. Hoheitliche Aufgaben wie Zoll und Sicherheit bleiben auch weiterhin im Zuständigkeitsbereich der kubanischen Behörden. Mit dem mehrere Millionen schweren Abkommen erhofft sich die kubanische Seite, Vertreten durch die bisherige staatliche Betreiberfirma Cacsa S.A., vor allem einen flüssigeren Flugbetrieb und den Erwerb von Technologie und Know-how. Die endgültige Unterzeichnung des Vertrags ist für 2017 geplant.

In den vergangenen Monaten hat Kuba seine Schulden mit dem Club von Paris, einer Gruppe von Gläubigerstaaten, neu verhandelt. Frankreich zählt zu den größten Gläubigern Kubas und hat mit der Insel die Re-Investierung eines großen Teils der kubanischen Schulden vereinbart. Letzte Woche wurde hierzu unter Beisein von Handelsminister Rodrigo Malmierca und dem französischen Botschafter Jean-Marie Bruno die Eröffnung einer französischen Entwicklungsagentur in Havanna vereinbart. Dieser stehen 258 Mio. US$ aus kubanischen Altschulden zu Verfügung, mit denen gemeinsame Projekte in Bereichen wie Energie, Tourismus, Transport, Landwirtschaft, Hygiene und urbane Entwicklung finanziert werden können.

Kuba modernisiert seine Eisenbahn mit russischem Millionenkredit

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Russische Diesellokomotive vom Typ TG4M (Quelle: trains.future.ee)

Wie die kubanische Nachrichtenagentur ACN meldet, konnte vergangenen Samstag in Kubas Hauptstadt Havanna ein wichtiges Abkommen mit der russischen Exportkreditagentur EXIAR und dem Zughersteller Sinar unterzeichnet werden, mit dem der Schienenverkehr auf der Insel umfassend modernisiert werden soll.

Der Kredit im Wert von 190 Mio. Euro dient der Anschaffung von 60 neuen Lokomotiven vom Typ TGM8, 15 neuen TGM4-Loks sowie einer unbekannten Zahl von Passagierwägen. Zudem sollen mit dem Geld 75 bereits im Einsatz befindliche Kubanische Lokomotiven generalüberholt werden. Für diesen Zweck soll das Eisenbahndepot Ciénaga in Havanna modernisiert und mit Ersatzteilen versorgt werden. Auch das Personal soll im Umgang mit den neuen Motoren geschult werden.

Der Kredit wird von EXIAR versichert, die Ausführung soll im Zeitraum 2016 bis 2021 erfolgen. Bei der Unterzeichnung waren Ricardo Cabrisas, damals Vizepräsident des Ministerrats und seit kurzem Wirtschaftsminister Kubas, Denis V. Manturov, der russische Minister für Industrie und Handel sowie der CEO von Sinara, Dmitri A. Pumpyanski anwesend.

In Kuba fahren bereits seit 1837 Züge, womit die damalige Kolonie noch vor dem spanischen Mutterland über eine eigene Eisenbahn verfügte. Seit 2006 arbeitet Kuba an der Modernisierung des unterversorgten Eisenbahnnetzes. Dabei setzt die Regierung vor allem auf russische und chinesische Technik. Zuletzt wurden im Jahr 2013 etwa 300 Schienenbusse vom Typ „DMUS“ aus Russland bestellt.

Derzeit arbeitet die staatliche Eisenbahngesellschaft UFC an der Digitalisierung der Kommunikationssysteme für den Schienenverkehr. Mit Hilfe von Mobilfunktechnik entlang der Hauptstrecke Havanna – Santiago soll eine konstante Kommunikation zwischen den Zügen und den einzelnen Haltepunkten erreicht werden. Hierfür werden 40 Mio. US$ investiert. Insgesamt will Kuba bis 2021 etwa 300 Mio. US$ für die Modernisierung der Eisenbahn ausgeben.

Ecuador schickt kubanische Auswanderer zurück

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Kubanische Staasbürger werden in einem Flugzeug der ecuadorianischen Luftwaffe nach Kuba gebracht (Quelle: Cibercuba)

Quito/Havanna. Insgesamt 121 Kubaner, die sich illegal in Ecuador aufgehalten haben, sind von der ecuadorianischen Luftwaffe in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden in den vergangenen zwei Wochen nach Kuba zurückgebracht worden.

Wie das Innenministerium bekannt gab, konnten die kubanischen Migranten ihren Aufenthalt in Ecuador „rechtlich nicht rechtfertigen“ und seien somit in Übereinstimmung mit internationalen Gesetzen auf geordnete Weise in ihr Heimatland zurückgeführt worden.

Die Kubaner hielten sich seit Monaten in provisorisch errichteten Siedlungen in einem Park der ecuadorianischen Hauptstadt Quito auf. Am 6. Juli kündigten die Behörden des südamerikanischen Landes die Überprüfung ihres Aufenthaltsstatus‘ an.

Vergangenen November versuchten mehrere tausend Kubaner über Ecuador auf dem Landweg in die USA zu gelangen, wo ihnen aufgrund der „Wet-feet-dry-feet“-Politik eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis garantiert würde. Auf ihrem Weg in die USA gerieten viele in die Fänge von Menschenhändlern.

Nachdem Nicaragua seine Grenze für die Auswanderer aus Kuba geschlossen hatte, blieb die Situation für die meisten unklar, bis Costa Rica im September tausenden die Überführung nach El Salvador ermöglichte. Von dort aus konnten sie über Mexiko in die USA gelangen. Andere strandeten in Ecuador mit unklarem Aufenthaltsstatus. Seit Dezember müssen kubanische Staatsbürger wieder ein Touristenvisum für 90 Tage beantragen, wenn sie sich in Ecuador aufhalten wollen. Diese Visa-Pflicht war 2008 abgeschafft worden.

In einer Presseerklärung des kubanische Außenministeriums heißt es, die Rückführung der kubanischen Bürger „erfolgte unter voller Erfüllung der Gesetzgebung beider Länder und der für solche Situationen gültigen internationalen Normen, mit dem Hauptziel, eine geordnete, reguläre und sichere Migration zu garantieren“. Gleichzeitig werden auch die Anreize kritisiert, welche die US-Migrationspolitik vorsieht, um Kubaner zu oftmals gefährlichen Reisen über den See- und Landweg zu ermutigen. „Die Regierung der USA und ihre in den letzten Jahrzehnten ausgeführte Migrationspolitik tragen die Verantwortung für die Situation, die mit den irregulären kubanischen Migranten in der Region geschaffen wurde.“

Ecuadors Präsident Rafael Correa betonte in seiner samstäglichen Fernsehsendung, in der er Rechenschaft über die Regierungsführung ablegt, die Menschenrechte der Kubaner würden bei der Rückführung strikt gewahrt. Alle seien im Land willkommen, die dort wohnen wollten. „Wir hier glauben an menschliche Mobilität, an die universelle Bürgerschaft, aber wir werden nicht als Ort für den Menschenhandel dienen, wir werden uns nicht in ein Land für Schleuser verwandeln. Wir sorgen dafür, dass Ecuador respektiert wird“, so Correa.

von Marcel Kunzmann / Amerika21

Wie viel verdienen die Kubaner wirklich? – Auf den Spuren des Realeinkommens der sozialistischen Insel

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Kubas Währungen: Links der er Peso Convertible (CUC), rechts der kubanische Peso (CUP) (Quelle: Cartasdesdecuba)

Kuba ist in aller Munde. Immer mehr Besucher strömen auf die sozialistische Insel um sich selbst ein Bild von der Realität vor Ort zu machen. Dabei treffen sie in der komplexen kubanischen Wirklichkeit schnell auf scheinbar einfache Widersprüche, die schwierige Fragen aufwerfen. Regelmäßig stößt man in den Medien beispielsweise auf Berichte, in denen der kubanische Durchschnittslohn auf 20 bis 30 US$ pro Monat beziffert wird. Eine bestürzend niedrige Zahl, denkt sich der Leser und wird sich unweigerlich fragen: Wie soll jemand davon leben können? Zwei aktuelle Studien legen nahe, dass es beim Thema der Löhne in Kuba gänzlich anders bestellt ist, als gemeinhin vermutet.

Am Anfang war die Subvention

Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen hilft es, sich als erstes die grundlegenden Besonderheiten des kubanischen Systems vor Augen zu führen. In Kuba existieren zwei Währungen. Der kubanische Peso (CUP) und der konvertible Peso (CUC). Während der CUC 1:1 an den US-Dollar geknüpft ist, entsprechen 24 CUP einem CUC bzw. US-Dollar. Auch wenn beide Währungen untereinander umtauschbar sind werden Löhne in Kuba grundsätzlich in Pesos (CUP) ausbezahlt. Der nominelle monatliche Durchschnittslohn im Staatssektor lag Ende 2015 bei 687 Pesos, was nach offiziellem Wechselkurs etwa 29 US$ (oder 26 €) entspricht und nach extrem wenig klingt. Dem gegenüber steht jedoch ein umfassendes Subventionsnetz, dessen Kern auch die harten Zeiten der Sonderperiode in den 1990er Jahren überdauert hat. Mit dem Wegfall des sozialistischen Lagers in Osteuropa verlor Kuba damals seine Haupthandelspartner und stürzte in eine mehrjährige Wirtschaftskrise in deren Folge auch die Kaufkraft der Löhne rapide zusammensackte. Von monatlich einst 190 US$ im Jahr 1989 stürzte der Reallohn auf unter 20 US$ im Jahr 1993.

Durch die Legalisierung des US-Dollars, der 2004 durch den konvertiblen Peso ersetzt wurde, konnte der Staat Devisen abschöpfen um seine Sozialausgaben zu konsolidieren. Gleichzeitig entstand Überbeschäftigung, die Lohnsteigerungen verlangsamte. Um ein grundlegendes Lebensniveau garantieren zu können, verwendet die Zentralregierung heute noch immer jedes Jahr mehr als die Hälfte ihres Haushalts für Subventionen sowie den Erhalt der Sozialsysteme, weshalb diese zumindest einen Teil der Antwort liefern. Die wichtigsten Eckpfeiler sollen deshalb im folgenden erläutert werden (Als Referenzwährung wird der US-Dollar verwandt, 24 Pesos entsprechen 1 US$ = 1 CUC).

  • Unterkunft: Etwa 95 Prozent der Kubaner sind Eigentümer ihrer Wohnung bzw. ihres Hauses. Im Laufe der 1970er Jahre ermöglichte der Staat den Erwerb der eigenen vier Wände zu überaus günstigen Konditionen. Die wenigen Kubaner, die heute noch zur Miete wohnen, zahlen sehr niedrige Raten die unter 10% ihres Einkommens liegen.
  • Die meisten Basisdienstleistungen die bei uns teuer bezahlt werden müssen, sind in Kuba stark subventioniert. Viele Kubaner reagieren beispielsweise überrascht wenn man ihnen berichtet, dass in Europa die Müllentsorgung bezahlt werden muss. Auch andere Leistungen sind im karibischen Sozialismus staatlich garantiert. So beträgt der Strompreis für den Grundbedarf 0,09 Pesos (0,004 US$) pro kWh (ab 3.600 kWh pro Jahr werden 0,2 Pesos pro kWh fällig). Die ersten 15 Kubikmeter Wasser kosten monatlich 0,25 Pesos pro Kubikmeter, die folgenden 10 werden mit 0,50 Pesos veranschlagt. Ein 20-Pfund Gaszylinder, der einem 3-köpfigen Haushalt für ca. einen Monat zum Kochen reicht, kostet 7 Pesos (0,29 US$). Ein Festnetzgespräch kostet 0,05 Pesos á 3 Minuten. Die Ausgaben einer 3-köpfigen kubanischen Familie für Strom, Wasser, Gas und Telefon wurden zuletzt für das Jahr 2011 auf 40 Pesos pro Monat (1,64 US$) veranschlagt. Lediglich wenn Vielverbraucher wie Klimaanlagen im Haus sind, steigt der Strompreis signifikant. Nach offiziellen Angaben decken die derzeitigen Stromtarife nur etwa 20 Prozent der Kosten.
  • Die meisten Kubaner (alle, die beim Staat beschäftigt sind) zahlen keine Einkommenssteuer oder andere direkten steuerlichen Abgaben. Sozialversicherungsbeiträge wie bei uns existieren in Kuba nur für Beschäftigte des Privatsektors. Renten und Invalidenschutz werden vom Staat ohne Lohnabzug übernommen.
  • Sozialsysteme: Bildung und Gesundheit sind in Kuba grundsätzlich kostenlos, viele Medikamente sind subventioniert. Ein Blister Schmerztabletten (Dipirona) kostet bspw. 1 CUP (0,04 US$) in den Apotheken. Trotz der Probleme und Mangelerscheinungen in diesem Sektor ist eine kostenfreie Versorgung gewährleistet, die auch teure Operationen mit einschließt. In vielen Einrichtungen wie Universitäten, Altenheimen, etc. wird stark subventioniertes Kantinenessen angeboten, das umgerechnet wenige US-Cent kostet und in einigen Einrichtungen (v.a. Universitäten) auch frei ausgegeben wird. Schulmaterialien und Uniformen werden ebenfalls subventioniert bis kostenlos abgegeben.
  • Transport: Das staatliche Transportwesen ist in Kuba ebenfalls stark subventioniert. Eine Busfahrt kostet in der Regel 0,40 Pesos (0,01 US$), für Studenten die Hälfte. Ein Inlandsflug von Havanna nach Santiago (900 km) kostet für Kubaner etwa 10 US$, etwas billiger bepreist sind Bus und Bahn (150 Pesos oder 6,25 US$). Reisen in nahegelegene Städte kosten in der Regel weniger als 2 US$.
  • Kultur und Freizeit: Die Eintrittspreise für Museen und Konzerte sind für Kubaner überaus erschwinglich. Ein Kinobesuch kostet beispielsweise 2 Pesos (0,08 US$), viele Museen verlangen einen Peso Eintritt. Höherwertige Kulturangebote wie Ballettvorstellungen oder große Konzerte kosten geringfügig mehr. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Kulturhäuser und Kunstgalerien, die grundsätzlich jedem offenstehen. Auch Druckerzeugnisse sind stark subventioniert. So kosten die Tageszeitungen offiziell 0,20 Pesos (auch wenn in größeren Städten meist 1 Peso verlangt wird) und viele Bücher wandern für 10 bis 20 Pesos über den Ladentisch. Übernachtungen auf einem Campingplatz kosten pro Nacht nicht mehr als 20 Pesos für drei Person inklusive Mittagessen. Das Eis in den landesweiten „Coppelia“-Eisdielen kostet in der Regel 1 Peso pro Kugel, eine Schachtel filterlose Zigaretten 8 Pesos.

An dieser Stelle muss allerdings erwähnt werden, dass viele der subventionierten Produkte und Dienstleistungen in Folge der Sonderperiode deutlich an Qualität eingebüßt haben. So mangelt es an Wohnraum für junge Familien, die staatlichen Restaurants sind zwar erschwinglich aber bieten begrenzte Auswahl und auch im Gesundheitswesen kommt es des öfteren zu Wartezeiten, die mit „Geschenken“ an den Arzt abgekürzt werden.

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Bodega, in der die Libreta-Rationen verkauft werden (Quelle: LastStands)

Das Kernstück der Subventionen besteht allerdings in der 1961 eingeführten Lebensmittelkarte, der Libreta, welche die Grundversorgung mit Lebensmitteln sicherstellen soll und die jedem Kubaner im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt wird. Sie beinhaltet derzeit für eine erwachsene Person folgende monatliche Ration:

  • 2,2kg Reis
  • 250ml Öl
  • 5 Eier
  • 1 Brötchen pro Tag
  • 800g Fleisch (meistens Hähnchen)
  • 1,3kg weißen Zucker
  • 450g braunen Zucker
  • 230g Bohnen
  • 115g Kaffee
  • 1kg Salz alle drei Monate
  • 1 Schachtel Streichhölzer
  • (Milchpulver und Sojajoghurt für Kinder unter 7 Jahren, Rentner und Kranke erhalten ebenso Sonderrationen)

Die Rationen können je nach Verfügbarkeit variieren, halten aber in etwa ihren Kaloriengehalt. Einigkeit besteht darüber, dass trotz Libreta und all der oben genannten Subventionen die staatlichen Löhne und Renten „weiterhin unzureichend sind um die basalen Bedürfnisse der kubanischen Familien zu befriedigen“ (Raúl Castro auf dem VII. Parteitag im April 2016). Während über die Libreta einst ein großer Teil des Grundbedarfs samt Konsumwünschen wie Kinderspielzeug gedeckt wurde, reicht sie heute in den meisten Fällen nur für die ersten 10 bis 15 Tage des Monats, danach muss auf den Bauernmärkten bzw. im Devisenladen nachgekauft werden – und hier gestaltet sich die Situation komplizierter.

Billiger Reis und teures Internet

Elementare Dinge wie Reis und Bohnen gibt es in der Bodega, wo auch die Libreta-Rationen für den symbolischen Preis von etwa 10 Pesos (0,40 US$) erworben werden. Darüber hinaus können dort auch billige Lebensmittel nachgekauft werden. Ein Pfund Reis kostet in der Bodega etwa 4 Pesos, Erbsen und Bohnen sind ab 3 Pesos pro Pfund erhältlich und ein Brötchen kostet 1 Peso. Verhungern muss in Kuba also niemand. Früchte und Gemüse auf den Bauernmärkten sind jedoch deutlich teurer. Ein Pfund Tomaten kostet beispielsweise bis zu 30 Pesos (1,25 US$), genauso viel kostet das Pfund Schweinefleisch im freien Verkauf.

Viele Dinge sind zudem nur in den Devisenläden erhältlich, die trotz jüngster Preissenkungen auch im internationalen Vergleich teuer sind. Ein Liter Sojaöl kostet beispielsweise 1,95 US$ während ein 50g-Stück Seife mit 0,70 US$ zu Buche schlägt. Dosenbier und andere Erfrischungsgetränke kosten 1 US$, 500g Milchpulver 2,65 US$. „Luxusprodukte“ wie z.B. Pesto oder Elektronikartikel sind unregelmäßig erhältlich und dann entsprechend hoch bepreist. Für ein Mittagessen in einer privaten Cafeteria werden 1-3 US$ fällig, ein Glas Fruchtsaft kann dort bis zu 5 Pesos, also 0,20 US$ kosten. Eine abwechslungsreiche Ernährung zu gestalten ist bei niedrigem Einkommen in Kuba schwierig. Auch Internet (2 US$ pro Stunde) sowie Mobiltelefonie (0,35 US$ pro Minute) sind überdurchschnittlich teuer. Beim Transport verhält es sich ähnlich: Wer es eilig hat oder sich nicht in einen überfüllten Bus quetschen will, zahlt in Havanna 0,40 US$ für die Fahrt mit dem Sammeltaxi.

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Devisenladen in Havanna (Quelle: Commons)

Wie lebt also der Durchschnittskubaner unter diesen Bedingungen? An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass der der Familienverband in Kuba auch ökonomisch eine wesentlich größere Rolle als bei uns spielt, weshalb sich oftmals mehrere Lohn- und Pensionseinkommen addieren. Eine jüngst in dem Sammelband „Retos para la equidad social“ (siehe Quellen) veröffentlichte Studie, versucht die Ausgaben eines typischen Haushalts im Jahr 2011 zu berechnen. In diesem Leben laut Zensus meist 3 Personen, die monatlichen Einnahmen liegen gemäß dem damaligen Durchschnittslohn bei 2 erwachsenen Verdienern und einem Kind bei 910 Pesos (38 US$). Um über die Libreta-Rationen hinaus Lebensmittel für eine empfohlene Energiezufuhr von 2.400 kcal pro Tag und Person zu gewährleisten, muss die Familie 404 Pesos (16,8 US$), also 54 Prozent des Familieneinkommens, für Lebensmittel ausgeben. Der Rest wird im wesentlichen für Produkte des täglichen Bedarfs wie Kleidung und Hygieneartikel aufgebraucht.

Viel Platz für Reserven oder Investitionen bleibt hier nicht. In anderen Konstellationen (ein Versorger und zwei Rentner oder Kinder) würde die knapp kalkulierte Rechnung ohnehin nicht aufgehen. Nun beträgt die durchschnittliche Kalorienzufuhr in Kuba allerdings nicht 2.400 sondern 3.285 kcal pro Person und Tag. Bei einem Monatslohn von 29 US$ ist das rein rechnerisch fast unmöglich, außer man ernährt sich von Unmengen Reis und Zucker. Dabei sehen die Kubaner doch eigentlich recht wohlgenährt aus und es bleibt die Frage: woher kommen all die Smartphones, die man fast überall auf den Straßen sieht? Irgendetwas scheint an dieser Zahl nicht zu stimmen…

Lohn und Einkommen, zwei Seiten einer Medaille

Wenn wir vom staatlichen Durchschnittslohn sprechen, dann muss zunächst geklärt werden, für wen dieser eigentlich gilt. Von den 4,9 Millionen kubanischen Berufstätigen arbeiten derzeit 70 Prozent für den Staat. Nur auf sie trifft der Durchschnittslohn zu, der zwischen 435 Pesos (18 US$) im Gastronomiebereich und 1.147 Pesos (48 US$) in der Zuckerindustrie variiert und zudem auch von Provinz zu Provinz schwankt. Die 893.000 Genossenschafts- und Kleinbauern sowie die rund 500.000 privaten Kleingewerbetreibenden werden in der Lohnstatistik nicht erfasst. Insbesondere die letztgenannte Gruppe kann jedoch mit deutlich höheren Löhnen aufwarten.

Auch Bonuszahlungen in konvertiblen Pesos (1 CUC = 1 US$), sind nicht in der Statistik eingerechnet. Arbeiter im Tourismus- und Bankensektor sowie Mitarbeiter von Joint-Ventures mit ausländischen Unternehmen erhalten oftmals den größten Teil ihres Gehalts in CUC ausbezahlt. Viele von ihnen erhalten zudem Trinkgelder, die den staatlichen Lohn um ein vielfaches übertreffen können. Diese sind in der Rechnung naturgemäß auch nicht einbezogen.

Doch können diese Fakten allein schon die robuste Kaufkraft erklären, die man in den vollgedrängten Devisenläden Havannas manchmal erleben kann? Immerhin nahmen die Umsätze im Einzelhandel nach den letzten Preissenkungen um 50 Prozent zu. Einen wichtigen Anhaltspunkt liefern die Berechnungen des ehemaligen kubanischen Wirtschaftsministers Dr. José Luis Rodríguez. Dem Ökonom zu Folge macht der staatlich ausbezahlte Lohn im Schnitt nur 46,8 Prozent des persönlichen Einkommens eines Kubaner aus. Lohn und Einkommen sind also in Kuba zwei Paar Stiefel, auch wenn es für uns zunächst komisch klingen mag. Liegt der reale Durchschnittslohn also in Wirklichkeit nicht bei 29 sondern 44 US$ pro Monat? Doch so einfach ist es auch wieder nicht.

Kubas neue Mittelschicht

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Grafik 1: Einkommensgruppen in Kuba nach Boston-Studie (Quelle: BCG.com)

Einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts „Boston Consulting Group“ zu Folge, bei der das Konsumverhalten der Kubaner untersucht werden sollte, liegt die kubanische Kaufkraft gut 25 Prozent über den offiziellen Angaben. Etwa 50 Prozent der befragten Kubaner gaben an, über ein jährliches Haushaltseinkommen von 300 bis 400 US$ zu verfügen, 64 Prozent von ihnen beziehen dies allein durch den staatlichen Lohn (siehe Grafik 1). Knapp ein Drittel der interviewten bezifferte ihren Jahreslohn auf 600 bis 700 US$, was einem monatliche Einkommen von über 50 US$ entspricht. 20 Prozent der Befragten verfügen über ein Haushaltseinkommen von 1.800 bis 2.000 US$ im Jahr, also gut 160 US$ pro Monat.

Laut den Daten von Boston Consulting geben kubanische Haushalte durchschnittlich 52 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel, Kleidung und Produkte des täglichen Bedarfs aus. Ein international hoher Satz wie die Vergleichsbeispiele Vietnam (40 Prozent), Chile (29 Prozent) und USA (12 Prozent) zeigen. Dafür sind die Ausgaben für Bildung und Gesundheit mit 3 Prozent des Haushaltseinkommens besonders niedrig. US-amerikanische Familien benötigen für diesen Posten fast ein Viertel ihrer Mittel. Trotz der interessanten Zahlen ist die Studie jedoch mit einer gewissen Vorsicht zu werten, da lediglich 326 Personen befragt wurden, die ausschließlich aus dem urbanen Raum von Havanna und Santiago stammen.

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Grafik 2: Monatliches kubanisches Einkommen (US$) nach Studie von Rose- Marketing (Quelle: Valuewalk)

Eine weitere, etwas repräsentativere Studie wurde am 1. Juli vom russisch-amerikanischen Marktforschungsinstitut „Rose Marketing“ veröffentlicht. Sie liefert noch erstaunlichere Ergebnisse. Demnach verfügen 54 Prozent der Befragten über ein Einkommen, das zwischen 50 und 200 US$ im Monat liegt. Lediglich 26,6 Prozent verdienen monatlich weniger als 50 US$, während 11,8 Prozent zwischen 200 und 500 US$ verdienen. Die Rose-Studie zeigt auch, wie empfindlich sich die Schere zwischen Arm und Reich in den letzten Jahren geöffnet hat. 1,1 Prozent der Befragten gaben an, zwischen 1.000 und 2.000 US$ zu verdienen während 0,4 Prozent von über 2.000 US$ pro Monat leben. 62 Prozent der Befragten berichten, dass ihr Einkommen in den letzten 6-12 Monaten gestiegen sei. Tatsächlich haben die staatlichen Löhne seit 2013 um 45 Prozent angezogen. 70 Prozent der Teilnehmer erwarten nun auch, dass ihr Einkommen in den nächsten 6-12 Monaten weiter steigt. Befragt nach den in nächster Zeit geplanten Anschaffungen wurden Hausverbesserungen mit 16 Prozent am häufigsten genannt, dicht gefolgt von Parfüm (15 Prozent), Kleidung (13 Prozent) und Flugtickets (12 Prozent). Immer mehr Kubaner leisten sich darüber hinaus einen Urlaub im eigenen Land. 2015 zählte Kuba bereits 1,3 Millionen heimische Touristen, die Zuwachsraten liegen jährlich im zweistelligen Bereich.

Kuba scheint heute über eine zunehmend konsumfreudige und zahlungskräftige Mittelschicht zu verfügen. Dafür spricht auch, dass die ehemals für Touristen geplanten Devisenläden mittlerweile trotz der hohen Preise zur normalen Einkaufsstätte für Kubaner geworden sind. Oft wird berichtet, dass nur wer über CUC verfügt in diesen Läden einkaufen kann. Tatsächlich kann man mittlerweile in Kuba an den meisten Orten mit beiden Währungen bezahlen, die zudem seit jeher in den staatlichen Wechselstuben frei umgetauscht werden können. Auch Touristen können so Zugang zu kubanischen Pesos erhalten und damit von einem Teil der staatlichen Subventionen Gebrauch machen. Die wachsende Kaufkraft zeigt sich ebenso beim Internet. Entgegen landläufiger Berichterstattung, wonach das Internet „unerschwinglich“ für Kubaner sei, gaben 77 Prozent der Befragten an, wenigstens ab und zu Zugang zum weltweiten Netz zu haben. 66 Prozent nutzen dafür die inselweiten WiFi-Hotspots, die 2 US$ pro Stunde kosten. Für die Umfrage wurden zwischen Mai und Juni 2016 gut 1.000 Kubaner aus sechs verschiedenen Provinzen befragt, der Konfidenzintervall beträgt 95 Prozent, die Fehlergrenze liegt bei 3 Prozent.

Woher stammt das Geld?

Wenn die staatlichen Löhne nur einen gewissen Teil der Einkommenssumme ausmachen, bleibt die Frage, woraus sich der Rest zusammensetzt. Es sei an dieser Stelle zunächst noch einmal daran erinnert, dass der offizielle Durchschnittslohn von 29 US$ keine Trinkgelder und Bonuszahlungen mit einbezieht und nur für Staatsbedienstete gilt. Auch diese verfügen jedoch meist über eine oder mehrere zusätzliche Einkommensquellen. Der häufigste kubanische Nebenerwerb sind heute die Geldüberweisungen von Familien aus dem Ausland welche in den letzten Jahren rapide zugenommen haben, nicht zuletzt aufgrund der Lockerungen in den Beschränkungen Seitens der USA. 2015 wurde das Limit von 2.000 auf 8.000 US$ pro Jahr und Person angehoben, die Gesamtsumme ist seit 2008 von damals 1,45 auf heute 3,35 Mrd. US$ pro Jahr angestiegen.

Davon profitieren konservativen Schätzungen zu Folge etwa 20 Prozent der Kubaner, in Havanna dürften es bis zu 40 Prozent der Bevölkerung sein. Hellhäutige Kubaner erhalten zudem deutlich häufiger Geld aus dem Ausland als schwarze, da deren Familien nach der Revolution tendenziell eher geblieben sind. Dies lässt eine ethnisch differenzierte Ungleichheit entstehen, die sich auch beim Einkommen in den Jobs des Privatsektors widerspiegelt. Vom wohlhabendsten Fünftel der Kubaner leben laut der Boston-Studie nur noch zwei Prozent allein vom staatlichen Lohn, bei den meisten ist es eine Mischform aus mehreren Einkommensarten. 45 Prozent von ihnen gaben an, ihr Einkommen ausschließlich durch Auslandsüberweisungen und privater Geschäftstätigkeit zu bestreiten.

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Geldsendungen aus dem Ausland werden oft über Western Union abgewickelt (Quelle: diariolasamericas)

Denn auch das private Kleingewerbe hat zugenommen. Mit dem Geld der US-Verwandtschaft wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Geschäftsgründungen finanziert. Privat geführte Bars, Nachtklubs, Handy-Kliniken und Copyshops schossen wie Pilze aus dem Boden. Vom kleinen Friseursalon bis zur professionellen Vermietung an Touristen gibt es mittlerweile über 200 Berufe, in denen auf Basis von Angebot und Nachfrage gearbeitet wird. Im Privatsektor sind die Löhne in der Regel deutlich höher als beim Staat. Während eine Putzfrau in einer Privatpension bis zu 60 US$ pro Monat verdienen kann, gehen die Einkünfte für den Inhaber oft in den mittleren dreistelligen Bereich. Viele behalten darüber hinaus ihren Zweitjob beim Staat. Die Lage ist komplex, nicht nur in der Stadt. Auch private Landwirte können unter guten Bedingungen ein Monatseinkommen von mehreren hundert US-Dollar erzielen, erscheinen jedoch ebenso wenig in der Statistik wie der illegal arbeitende Dorftaxifahrer, der mit geklautem Diesel seine Kosten senkt und an die 500 US$ im Monat durch Überlandfahrten verdient – damit kann er neben seiner Familie auch Eltern und Schwiegereltern durchfüttern, die eigentlich von 200 Pesos Staatsrente leben.

Neben den legalen Tätigkeiten gibt es auch den Schwarzmarkt, der bereits lange vor der Revolution in Form von Schmuggel eine geläufige Einkommensquelle in Kuba war. In jüngster Zeit haben sich hier allerhand neue Möglichkeiten aufgetan, wie sich anhand der illegalen Weiterverkäufer (sog. „revendedores“) von Internetkarten zeigt. Mit Knappheit von bestimmten Produkten zu spekulieren, sie zu horten und teurer weiter zu verkaufen, ist ein gängiges Phänomen in Lateinamerika und auch in Kuba nicht unbekannt. Darüber hinaus wird auch der Staat bestohlen. Mit der Steuererklärung, die wie gesagt nur für den Privatsektor gilt, nehmen es einige nicht so genau. Schwarzarbeit ist auf Kuba weit verbreitet. Immer wieder tauchen in den kubanischen Medien zudem Berichte über Korruptionsfälle auf. Sie reichen vom systematischen Diebstahl von Lebensmitteln, Fabrikinventar und Baumaterial bis hin zum krassen Buchungsbetrug über mehrere Jahre hinweg. Oftmals sind größere Personengruppen daran beteiligt. Die volkswirtschaftlichen Schäden werden vom kubanischen Rechnungshof im dreistelligen Millionenbereich verortet.

Was sagt das alles nun über die realen Einkommen aus?

Wie hoch der kubanische Durchschnittslohn nun wirklich ist, lässt sich schwer bemessen. Zu ungenau sind die bisher ermittelten Daten. Unzweifelhaft gibt es eine soziale Gruppe auf Kuba, die ihren Lebensunterhalt mit weniger als 29 US$ bestreiten muss. Bei nur einem Verdienst kann sich ein solcher Haushalt dann trotz staatlicher Unterstützung nur mit Mühe über Wasser halten. Wenn keine intakten Familienstrukturen vorhanden sind, kann dies vor allem bei älteren Menschen manchmal auch den Absturz in eine prekäre Lage bedeuten. Auch die zunehmende soziale Ungleichheit, die ethnisch differenziert ist, stellt eine Herausforderung für die Gesellschaft dar. Nicht ohne Grund ist die Steigerung der Löhne und Renten eines der Hauptziele der Regierung Raúl Castros.

Anders als in den meisten Medien dargestellt, stellt die Gruppe der reinen Staatsangestellten ohne Zugang zu Nebeneinkünften jedoch nicht die Mehrzahl der kubanischen Bevölkerung sondern eher das untere Einkommensdrittel dar. Die überwiegende Mehrheit der Kubaner verfügt über weitere Einkommensquellen und dürfte am Ende des Monats auf mindestens das doppelte von dem kommen, was als offizieller Durchschnittslohn genannt wird. Hierbei sind die zahlreichen Subventionen wie die Libreta nicht eingerechnet. Sie allein kostet den Staat jährlich gut 100 US$ pro Bürger, egal ob Kleinkind, Erwachsener oder Rentner. Doch auch ohne die „zweite Lohntüte“ sollten die meisten Familien über ein monatliches Haushaltseinkommen verfügen, das klar im dreistelligen US$-Bereich liegt.

Hinzu kommt, dass ein Vergleich der Löhne nur Sinn macht, wenn man die Kaufkraftparität (PPP) des jeweiligen Vergleichslandes mit einbezieht. Die Weltbank gibt im Falle Kubas den Umrechnungsfaktor 0,32 im Verhältnis zum Dollar an. Will heißen: Was man in den USA für 1 US$ bekommt, lässt sich aufgrund der anderen Preise in Kuba für 32 Cent erwerben. Der staatliche Lohn wäre somit in den USA knapp 100 US$ und in Deutschland etwa 82 € wert, wobei auch dieser Umrechnungsfaktor das tatsächliche Preis- und Subventionsniveau wahrscheinlich nur unzureichend vermitteln kann. Auch wenn weitere Steigerungen des Lebensniveaus erforderlich sind, die so oft bemühte Zahl vom offiziellen Durchschnittslohn sagt erstaunlich wenig über den tatsächlichen Stand der ökonomischen Teilhabe in Kuba aus.

Quellen