Nach Hurrikan Matthew: Kuba baut neue Brücke über den Río Toa

Nachdem Hurrikan Matthew am 5. Oktober in Ostkuba wütete, war die Landverbindung der Städte Baracoa und Moa durchtrennt (Quelle: yusnaby)

Vor wenigen Tagen haben in der kubanischen Provinz Guantánamo die Bauarbeiten zur Errichtung einer neuen Brücke über den Fluss Toa begonnen, welche die Stadt Baracoa über den Landweg mit der Provinz Holguín verbindet. Die alte Brücke war in Folge des Hurrikans Matthew im Oktober 2016 zerstört worden, seitdem ist die Querung des Flusses nur über ein Provisorium möglich. Die neue Brücke soll rund drei Meter höher werden als ihre im Sturm zerstörte Vorgängerin.

Mitglieder der venezolanischen Hilfsbrigade „Simón Bolívar“ begannen jüngst damit, die ersten der rund 52 Pfähle der neuen Brücke in den Boden zu rammen, wie die Tageszeitung „Granma“ gemeldet hat. Bereits Ende Februar kamen die ersten Geräte und Baumaterialien aus Venezuela in Kuba an. Das befreundete Land wird Kuba mit der 48-köpfigen Brigade, Baumaterialien und technischem Gerät beim der Errichtung der neuen Brücke zur Seite stehen.

Nachdem Hurrikan Matthew in den Morgenstunden des 5. Oktober 2016 mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern über Ostkuba hinwegfegte, gab es vor allem in den Städten Baracoa und Maisí, beide in der östlichsten Provinz Guantánamo, ein böses Erwachen. Zehntausende Gebäude wurden beschädigt, die Infrastruktur hat stark gelitten. Für die Infrastruktur der Gegend war es ein schwerer Schlag, dass auch die über 200 Meter lange Brücke über den Fluss Toa, die zu den sieben Wundern der kubanischen Ingenieurskunst zählt, vom Sturm komplett zerstört wurde.

Seit Dezember 2016: Provisorische Querung des Toa, die bei starkem Regen unpassierbar wird (Quelle: Venceremos)

Unmittelbar nach dem Sturm war die Verbindung zwischen Moa und Baracoa unterbrochen, welche gleichzeitig die einzige Verbindung zwischen den Provinzen Guantánamo und Holguín entlang der Nordküste ist. Noch bis Ende Dezember war die Querung des Flusses lediglich über ein Floß möglich, danach wurde eine provisorische Holzbrücke wenige Meter stromabwärts errichtet. Diese ist jedoch nur bedingt für Kraftfahrzeuge geeignet und stellte von Anfang an ausdrücklich eine Zwischenlösung dar.

Die neue Brücke über den Fluss soll stabiler und auch höher werden als die alte, welche zwischen 1988 und 1990 errichtet wurde. Während die Breite mit rund 11 Metern gleich bleibt, soll die neue Flussquerung nun 10 statt bisher sieben Meter hoch werden. Das soll vor allem bei den sintflutartigen Regenfällen helfen, die den Fluss während eines Hurrikans zum gefährlichen Strom anschwellen lassen. Zudem soll ein größerer Abstand zwischen den Pfeilern für mehr Stabilität bei Hochwasser sorgen. Der Bau der Brücke soll insgesamt acht Monate dauern und bis Ende Dezember abgeschlossen sein.

Derzeit laufen bereits die Bauarbeiten zur Errichtung einer drei Meter höheren Brücke über den Fluss (Quelle: Granma)

Drei Monate nach Matthew – Ostkuba im Aufbaumodus

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Zeichen des Wiederaufbaus: Der Río Toa, welcher Baracoa von der Nachbarprovinz Holguín trennt, ist wieder auf dem Landweg querbar (Quelle: Granma)

Drei Monate nachdem Hurrikan „Matthew“ den Ostzipfel der Insel in der Provinz Guantánamo verwüstet hat, zog man auf Kubas Bilanz über das genaue Ausmaß der Schäden und den Stand des Wiederaufbaus. Während vieles in den betroffenen Gebieten bereits repariert werden konnten, klaffen an anderer Stelle noch Lücken. Mit der Eröffnung der provisorischen Landbrücke über den Río Toa Mitte Dezember wurde jedoch ein wichtiges Etappenziel erreicht.

Über 70 Prozent der Wohngebäude beschädigt oder zerstört

Nachdem „Matthew“ in der Nacht des 4. Oktober im östlichsten Zipfel Kubas auf Land traf, verwüstete der Hurrikan die Gemeinden Baracoa, Maisí, San Antonio del Sur und Yateras mit voller Wucht. Sie alle sind Teil der östlichen Provinz Guantánamo. Die Nachbarprovinzen Holguín und Santiago kamen diesmal glimpflich davon. Eine Woche nach dem Sturm stattete Präsident Raúl Castro den Gemeinden einen Besuch ab. Rund drei Monate später besucht Kubas erster Vizepräsident Miguel Díaz-Canel die Gegend. In diesen Tagen wurden dann erstmals neue Zahlen zum Wiederaufbau gemeldet.

So sind in den fünf betroffenen Ortschaften insgesamt 42.338 Gebäude beschädigt worden, 72 Prozent aller Wohneinheiten sind betroffen. Von den beschädigten Gebäuden wurden 8.413 als Totalverluste gemeldet, 6.552 gelten als teilweise zerstört. 27.373 Gebäude verloren ihr Dach teilweise oder ganz. Bis Ende Dezember konnten allerdings bereits 54 Prozent der Häuser wieder aufgebaut werden. Neben 19.451 reparierten Wohngebäuden wurden rund 2.000 neue errichtet. Von den 2.168 beschädigten staatlichen Einrichtungen (Schulen, Krankenhäuser, Büros, etc.)  sind bereits 1.993 wieder aufgebaut.

Subventionen, Kredite, Plattenbauten

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Kubas Erster Vizepräsident Miguel Díaz-Canel (2.v.r.) besucht die betroffenen Regionen in Guantánamo (Quelle: Cubasi)

Um neuen Wohnraum für die Hurrikanopfer zu schaffen sind in der Umgebung von Baracoa über 100 neue Wohnanlagen in Großblockbauweise geplant, die meisten mit vier oder fünf Stockwerken. Sie werden derzeit in den Stadtteilen Hoyos de Sabanilla, dem Barrio Bohorque, La Bacanera, Van Van, El Turey und dem Viertel La Alegría errichtet.

Der Wiederaufbau der meisten Häuser erfolgt nicht zuletzt durch die Eigeninitiative der Bevölkerung. Der Staat stellt in vielen Fällen die Baumaterialien zu günstigen Konditionen bereit. Insgesamt wurden für diesen Zweck 6.631 Kredite im Wert von 32 Mio. CUP ausgegeben. Gleichzeitig wurden 1.092 Subventionen im Wert von 47,6 Mio. Pesos bewilligt.

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Die Wiederherstellung von Strom-, Telefon- und Internet gehörte zu den ersten Aufgaben nach dem Hurrikan (Quelle: Granma)

In den ersten Tagen nach dem Sturm erschwerten vor allem der Zusammenbruch der Stromversorgung den Anwohnern den Alltag. Insgesamt wurde die Stromversorgung von 51.517 Kunden unterbrochen, allerdings konnten alle Anschlüsse innerhalb von 20 Tagen wieder versorgt werden.

Ähnlich schnell ging die Wiederherstellung der Internet- und Mobilfunkversorgung. Es kam zu Schäden im Glasfaserkabel auf einer Länge von 21 Kilometern, rund 66 Kilometer Kupferleitungen wurden stellenweise unterbrochen. Neben der Wiederherstellung der Leitungen wurde auch eine neue Satellitenverbindung zwischen Guantánamo, Maisí, Baracoa und anderen Städten der Region aufgebaut die in Zukunft helfen soll, falls die Glasfaserleitung wieder ausfällt. Neue Sendemasten in Los Guineos, Nibujon (Baracoa) und Sierra Verde (Maisí) sollen den Mobilfunkempfang verbessern und versorgen die Region erstmals mit Digitalfernsehen.

Der Río Toa, wieder ohne Fähre passierbar

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Miniindustrien sollen helfen, vor Ort für die Produktion von Baumaterialien zu sorgen (Quelle: Granma)

Probleme gibt es weiterhin bei den Straßen. Die Strecken Los Calderos-Explanada de Duaba (Gemeinde Imías) sowie Alto de La Zona-Viento Frío (San Antonio del Sur) sind noch immer nicht befahrbar. Dafür ist der Fluss Toa auf der Strecke zwischen Baracoa und Moa erstmals seit Oktober wieder auf dem Landweg querbar. Ende Dezember wurde eine provisorische Zementkonstruktion einige hundert Meter Stromabwärts von der zerstörten Brücke eröffnet. Damit ist die Verbindung zur Nachbarprovinz Holguín wiederhergestellt. In den Monaten zuvor war der Fluss lediglich mittels einer Fähre passierbar.

Auf den Streckenabschnitten Neblina-Cayo Güín und Yumurí-Jobo Claro werden derzeit neue Straßen errichtet, die Vía Mulata wird zwischen Paso del Toa und Neblina asphaltiert. Ziel ist es, die Gemeinden Baracoa und Maisí wieder besser miteinander zu verbinden und den gefährlichen Bergpass La Boruga zu vermeiden.

Um den Wiederaufbau zu beschleunigen wurden in den betroffenen Gemeinden über 30 „Mini-Fabriken“ aufgebaut. Dabei handelt es sich um kleine Anlagen, die zeitweise zur lokalen Produktion von Brot, Asphalt, Zement und anderen Baumaterialien beitragen bis die beschädigte Industrie wieder in Schwung kommt. Probleme gibt es nämlich noch genug. Noch immer leben viele Menschen in Notunterkünften und von den 70.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche die vom Sturm beschädigt wurden, konnten nur 12.000 gerettet werden.

Insgesamt scheint der Wiederaufbau in den fünf betroffenen Gemeinden jedoch den Umständen entsprechend gut zu funktionieren. Bereits jetzt sind alle Orte wieder auf dem Landweg erschlossen und dank Strom und Mobilfunk mit dem Rest des Landes verbunden. Das beliebte Reiseziel Baracoa empfängt unlängst wieder Touristen. Nicht zuletzt auch Dank der Hilfen aus Ecuador, Venezuela und der Vereinten Nationen konnte Kuba abermals sein bewährtes Krisen- und Aufbaumanagement bei Naturkatastrophen unter Beweis stellen.

Wie sich Kuba auf Hurrikane vorbereitet

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Bereits Tage vor Eintreffen des Sturms bereiten Freiwillige von der Zivilverteidigung ihre Nachbarschaft darauf vor (Quelle: Cartasdesdecuba)

Ein Beitrag von Fernando Ravsberg. Versión en español, english version.

In den vergangenen 26 Jahren sind schon so manche Tropenstürme über mich hinweggezogen. Jedes Mal kann ich mein Erstaunen über die vor sich gehenden Veränderungen kaum verbergen. Wie aus dem Nichts heraus bekommen diese langsamen Tropen plötzlich Geschwindigkeit, mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks.

Die Menschen gleichen dann kleinen Ameisen, die wie verrückt durch die Gegend zu laufen scheinen, aber jeder erledigt seine Aufgabe. Es ist als würde ihre DNA ihnen sagen, was zu tun ist. Ein Hurrikan mit Kurs auf die Insel organisiert die Kubaner, wie es niemand sonst vermag.

Das Land „militarisiert“ sich und die uniformierten Leiter des Zivilschutzes übernehmen die Kontrolle über alles in ihrem Gebiet und verwenden es zur Erfüllung ihrer Mission. Firmen-Lastwagen, Busse des öffentlichen Verkehrs, Maschinen und Werkzeuge werden ihnen zur Verfügung gestellt.

Die meisten dieser „Comandantes“ haben keine militärische Laufbahn studiert, sondern sind Leute mit einem ganz gewöhnlichen Leben – bis der Hurrikan die kubanische Küstenlinie erreicht. Dann entstauben sie ihre olivgrüne Uniform und führen ihre Nachbarn an vorderster Front.

„Alle, die in dem Gebäude wohnen, müssen raus! Hör mir gut zu, Du musst sie überzeugen, rede mit den Revolutionärsten, damit sie Dir helfen.“ So leitete Saili Cisneros die Evakuierung. In Friedenszeiten ist sie nur eine weitere Nachbarin, in Zeiten des Hurrikans wird sie die Vize-Präsidentin der Verteidigungszone von Prado.

Die Schulen, die Kulturhäuser, die Unternehmen, das Capitolio und jegliches andere Bauwerk, das starken Winden widerstehen kann wird zum Schutzraum, wo wie durch Magie plötzlich Matratzen, Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Unterstützung auftauchen.

Hunderttausende von Menschen werden evakuiert und man kann sich vorstellen, welche große Mobilmachung hierfür erforderlich ist. Trotzdem ist alles organisiert, mehr mit Einfallsreichtum und Solidarität denn mit Ressourcen. Viele der Betroffenen müssen nur wenige Schritte gehen, um sich zu schützen.

In jeder Gemeinde öffnen Kubaner mit stabilen Häusern die Türen für ihre Nachbarn. Sie improvisieren Betten im Wohnzimmer, verwahren ihre Elektrogeräte unter dem Esstisch, kochen ein Gemeinschaftsessen und spielen sogar Domino im Kerzenlicht.

Ich habe noch niemals Kubaner gesehen, die sich vor oder während eines Hurrikans gefürchtet haben. Der tragischste Moment kommt immer anschließend. Kein Wunder, haben doch die schwersten Tropenstürme des 21. Jahrhunderts 40 Tote, 26 Milliarden US-Dollar an wirtschaftlichen Schäden sowie 1,5 Millionen beschädigte Häuser hinterlassen.

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Jeder sichere Ort, sogar das Kapitol, kann in eine Notunterkunft verwandelt werden um Familien Schutz zu bieten (Quelle: cartasdesdecuba)

Eine in Holguín tätige junge Krankenschwester fand ihr Haus komplett zerstört und ihre Großeltern in einer Hütte vor, als sie zurückkehrte. Sie habe „die Nachtschichten im Krankenhaus erledigt, weil ich keinen Ort zum schlafen hatte, ich habe nicht einmal frische Unterwäsche zum wechseln … Ich denke nur an meine Patienten.“

Ich habe schreckliche Bilder in meiner Erinnerung, das eines guten Freundes, der inmitten seines zerstörten Hauses am Strand von Girón weint oder das einer Frau, die in Gibara Holzplatten zusammen sammelt, um einen Raum zu bauen in dem sie ihre zwei kleinen Töchter schützen kann.

Diese ersten Momente sind schrecklich, wenn die Freude darüber, dass man noch am Leben ist, der Realisierung von all dem was man verloren hat weicht und man bei Null anfangen muss. „Ich habe mich nicht umgebracht wegen meiner beiden kleinen Mädchen“, sagte mir die Frau, die in Gibara einen Raum improvisierte, voller Hoffnungslosigkeit.

Dieses Mal wird der Schock nicht so groß sein, ein großer Teil der Hilfe wurde bereits in die östlichen Provinzen gebracht, bevor der Hurrikan auf Land traf, darunter auch Strommasten. Währenddessen warteten die LKW der Stromgesellschaften auf halber Strecke.

Alles wurde minutiös vorbereitet, aber das ändert nichts daran, dass zehntausende betroffene Kubaner die Solidarität ihrer Mitbürger und der Welt benötigen, um wieder auf die Beine zu kommen und eben nicht von Null anfangen zu müssen.

Die Kubaner hätten das Recht, Solidarität einzufordern. Sie haben sie bereits der halben Welt gegeben. An Pakistan nach dem Erdbeben, im Kampf gegen Ebola in Afrika und sie gaben hunderttausenden Menschen das Augenlicht zurück. Jetzt ist es an der Zeit, ihnen etwas zurückzugeben, ohne darauf zu warten, dass sie danach fragen werden. Sie werden es nicht tun. Sie sind nicht die Sorte von Leuten, die umhergehen und Rechnungen verschicken.

Fernando Ravsberg, Journalist aus Uruguay, lebt seit vielen Jahren als Korrespondent in Kuba

Übersetzung: Marcel Kunzmann / Amerika21

Hurrikan Matthew: Raúl Castro besucht betroffene Gebiete, Regierung kündigt Hilfsprogramm an

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Raúl Castro am Montag, den 10. Oktober in der schwer verwüsteten Gemeinde Maisí (Quelle: Granma)

Rund eine Woche nachdem Hurrikan Matthew in der kubanischen Provinz Guantánamo schwere Schäden hinterlassen hat, sind die Aufbauarbeiten in vollem Gange. Am Wochenende startete Präsident Raúl Castro eine mehrtägige Visite in die am schwersten betroffenen Gebiete Baracoa und Maisí. „Es war ein schlimmer Schlag, aber wir werden uns davon erholen“, versicherte Kubas Präsident am Montag den Anwohnern der stark verwüsteten Gemeinde Maisí.

Strom für alle in einem Monat

Castros Visite begann vergangenen Samstag in Baracoa, wo er an einer Sitzung des kommunalen Verteidigungsrates teilnahm um die Schäden zu evaluieren. Nach ersten Berichten sind in Baracoa über 9.000 Wohngebäude beschädigt oder zerstört worden, was etwa 70 Prozent des Bestands betrifft. Über 90 Prozent der Strommasten und Transformatoren wurden als irreparabel beschädigt gemeldet.

Die Schäden in der Landwirtschaft werden für die Gemeinde Baracoa auf 35 Millionen US$ geschätzt. In der Gegend um Baracoa befindet sich der größte Teil der Kaffee- und Kakaoplantagen des Landes. Über 3.365 Hektar der Kakao-Anbaubauflächen wurden schwer beschädigt. Die Kaffee-Ernte für dieses Jahr wird sich wohl auf lediglich 11 Tonnen belaufen, die in den vergangenen Tagen vom Boden eingesammelt wurden. Der Hurrikan hatte alle Pflanzen verwüstet.

Der Wiederaufbau ist indes in vollem Gange. Seit Freitag ist die Stadt wieder auf dem Landweg erreichbar, auch wenn die Straßenschäden längst nicht behoben sind. Nachdem Festnetz und Mobilfunk wieder funktionieren, wird derzeit an der Wiederherstellung der Stromversorgung gearbeitet. Mehr als 100 Hilfsbrigaden aus den westlichen Landesteilen und Nachbarprovinzen sind derzeit im Einsatz. Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft UNE rechnet damit, dass es mindestens 15 Tage dauern wird, um die Stadt selbst wieder zu erleuchten – und 30 Tage, bis auch in jedem der umliegenden Dörfer wieder das Licht brennt.

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Raúl Castro (vorne) zusammen mit General Ramón Espinosa Martín vor der zerstörten Brücke am Río Toa (Quelle: Cubadebate)

Castro besuchte ebenfalls die Überreste der einstigen Brücke über den Río Toa, deren Straße in die angrenzende Provinz Holguín führt. Die wichtige Verbindungsstraße Moa-Baracoa ist ohne die Brücke unterbrochen. Die kleineren Ortschaften in der Umgebung konnten bisher erst nach und nach von den Rettungskräften erreicht werden. Die einst 200 Meter lange Brücke zählte neben der ebenfalls beschädigten Paßstraße „La Farola“ zu den sieben Wundern der kubanischen Ingenieurskunst und ist eine wichtige Verbindungsader im Ostzipfel der Insel. „Wir werden all diese Schäden beseitigen müssen“, sagte Castro in einem Bericht des kubanischen Staatsfernsehens.

In Maisí traf Castro ebenfalls auf Anwohner, die ihn mit „Viva Fidel!“ und „Viva la Revolucíon!“ rufen begrüßten. Viele der Bewohner lobten die schnelle Katastrophenhilfe, obwohl hier rund 90 Prozent der gut 12.000 Häuser stark betroffen sind und viele Basisdienstleistungen noch immer nicht wiederhergestellt sind. „Ich beglückwünsche euch, weil ihr tapfer, gefasst und sehr revolutionär seid. Ich bin stolz auf die Kubanerinnen und Kubaner im ganzen Land, aber vor allem auf euch, weil ihre eine sehr schwere Prüfung bestehen musstet“, sagte Castro den Anwohnern.

Dass offenbar nicht jeder dieser Prüfung gewachsen ist, zeigt ein Fall aus Guantánamo, wo letzte Woche zwei Männer wegen „Spekulation, Hortung und Taschendiebstahl“ verurteilt wurden. Die Männer hätten versucht, sich an der schwierigen Situation nach dem Sturm zu bereichern. Einer der beiden stahl einer kubanischen Bürgerin offenbar in einem Laden das Mobiltelefon, er wurde mit 6 Jahren Freiheitsentzug bestraft. Die lokalen Behörden riefen in den vergangenen Tagen immer wieder zu diszipliniertem Verhalten auf.

Kredite für den Wiederaufbau

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Einkaufen unter freiem Himmel – Maisí wenige Tage nach dem Sturm (Quelle: Cubadebate)

Castros Besuche im Oriente wurden von den staatlichen Medien genau verfolgt. Einen Tag vor dem Besuch in Baracoa kündigte die Regierung ein Hilfsprogramm an, um die Bewohner beim Wiederaufbau zu unterstützen. So werden die Kosten für Baumaterialien für betroffene Einwohner ab sofort zu 50 Prozent vom Staatshaushalt übernommen. Für den restlichen Anteil gibt es günstige Kredite mit langer Laufzeit und  niedrigem Zinssatz.

Falls ihr Einkommen nicht für einen Kredit ausreicht, können betroffene Personen einen Antrag beim kommunalen Verteidigungsrat stellen, der gegebenenfalls weitere Ermäßigungen gewähren kann. Der Verkauf der Baumaterialien soll bereits begonnen haben. Diese Maßnahmen sind indes nichts neues, bereits 2012 wurden Baumaterialien zu den selben Konditionen verkauft, als Hurrikan Sandy die Metropole Santiago verwüstete. Damals waren knapp 180.000 Häuser beschädigt oder zerstört worden.

Auch für die Reparatur von beschädigten Küchengeräten soll gesorgt werden. Reiskocher, Kühlschränke und Herdplatten würden bei Bedarf ausgetauscht, erklärte eine Funktionärin der technischen Dienste gegenüber der Lokalzeitung „Venceremos„. Die zuständigen Reparaturwerkstätten konnten in Baracoa, San Antonio del Sur und Imías wieder in Betrieb genommen werden. Man verfüge über eine materielle Reserve für Katastrophenfälle. Das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit wird zudem Kredite zur Deckung der Reparatur- und Austauschkosten ausgeben.

Ankunft der ersten Lieferung mit Baumaterialien in Baracoa (Quelle: Cubadebate)

Hurrikan Matthew zog vergangenen Dienstag mit Windgeschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometern über Ostkuba hinweg. Am schwersten betroffen sind die Städte Maisí, Baracoa, Imías, Yateras und San Antonio del Sur. In Moa und Santiago de Cuba kam es zu kleineren Schäden. Der Bus- und Zugverkehr konnte indes im gesamten Oriente wieder aufgenommen werden. Trotz der schweren Verwüstungen und noch unbezifferten Sachschäden wurden keine menschlichen Verluste gemeldet.

Obwohl Kuba selbst bereits eine Medizinerteam in das von Matthew noch weitaus schlimmer betroffene Haiti entsandt hat, sind nach jüngsten Meldungen auch in Kuba erste internationale Hilfslieferungen angekommen. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen schickte Reis-, Bohnen- und Sojarationen für 180.000 Menschen. Als erster Staat beteiligte sich Venezuela am Wiederaufbau. Die Regierung Maduro schickte vor kurzem mehrere Schiffe mit Baugeräten nach Kuba.

Kuba wird von der internationalen Gemeinschaft für seinen vorbildlichen Katastrophenschutz immer wieder als beispielhaft für andere Entwicklungsländer hervorgehoben. Vor wenigen Tagen lobte die UNO-Vertreterin Myrta Kauland die Evakuierungen der Regierung im Vorfeld des Sturms sowie die umfassende Berichterstattung der kubanischen Medien.

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Erstversorgung aus der Luft in der Provinz Guantánamo, wenige Tage nach Matthew (Quelle: Venceremos)

Kuba schickt Hilfsbrigade nach Haiti

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Die Brigade Henry Reeve vor dem Abflug (Quelle: Granma)

Kuba hat seine Hilfsbrigade „Henry Reeve“ nach Haiti geschickt, wo Hurrikan Matthew vor wenigen Tagen schwere Schäden angerichtet hat. Nach letzten Angaben kamen in Haiti in Folge des Sturms über 900 Menschen ums Leben. Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe durch das Auftreten einer Cholera-Epidemie.

Rückkehr der Cholera in Haiti

Die Brigade „Henry Reeve“ wurde im Jahr 2005 gegründet. Die aktuelle Delegation besteht aus 38 Ärzten und Gesundheitsspezialisten. Sie sollen die über 600 bereits im permanenten Einsatz befindlichen kubanischen Ärzte in Haiti bei der Katastrophenhilfe unterstützen. Die Helfer starteten am Freitag gegen 11:30 Uhr Ortszeit von Havanna aus in die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince.

Dort ist die Lage weiter angespannt. Im Südwesten der Insel gab es am Samstag einen erneuten Cholera-Ausbruch, bei dem laut der Nachrichtenagentur Reuters bereits 13 Menschen ums Leben kamen. Viele Kliniken in Haiti wurden durch den Sturm zerstört, es mangelt vielerorts an medizinischem Personal und sauberem Trinkwasser.

„2016 wurden über 27.000 Cholerafälle in Haiti gemeldet und über 240 Menschen sind gestorben. Es wird befürchtet, dass Hurrikan Matthew die Situation deutlich verschlimmert und das Risiko eines größeren Ausbruchs erhöht“, sagte der Central Emergency Respond Fund der Vereinten Nationen in einem Statement.

Wiederaufbau in Baracoa

Kuba hat selbst an den Folgen von Hurrikan Matthew zu leiden, der am Dienstag zahlreiche Gemeinden der Provinz Guantánamo verwüstet hat. Mehr als eine Millionen Menschen wurden im Vorfeld durch die Behörden evakuiert. Obwohl keine menschlichen Verluste zu beklagen waren, sind tausende Gebäude von den Schäden betroffen.

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Auch in Kuba laufen derzeit die Aufbauarbeiten nach dem Hurrikan wie hier in der Nähe von Baracoa (Quelle: Granma)

Seit Freitag ist die am schwersten betroffene Stadt Baracoa wieder auf dem Landweg erreichbar. Die Bergstraße, welche Baracoa mit Guantánamo verbindet, war durch Erdrutsche und Einbrüche tagelang unpassierbar. Am selben Tag konnte auch die Festnetz- und Mobiltelefonie repariert werden. Derzeit arbeiten mehrere Hilfsbrigaden aus den benachbarten Provinzen an der Wiederherstellung der Strom- und Trinkwasserversorgung.

Nach einem vorläufigen Bericht des kommunalen Verteidigungsrats sind in Baracoa 9.210 Wohngebäude von den Schäden betroffen, was etwa 70 Prozent aller Wohngebäude der Stadt entspricht. Mehr als 5.000 von ihnen wurden komplett zerstört. Mehr als 4.000 Dächer wurden komplett zerstört, über 3.000 beschädigt. Zur Stunde sind nach Behördenangaben bereits 7.000 Dachplatten aus Faserzement in der Stadt eingetroffen, deren Verteilung bereits begonnen hat.

Über 90 Prozent der Strommasten und Transformatoren sind als Totalverluste gemeldet und müssen ersetzt werden, was laut Angaben des Energieversorgers UNE bis zu 20 Tage in Anspruch nehmen kann. Derzeit werden bereits Stromgeneratoren aufgebaut, damit in einem ersten Schritt zunächst die Bäckerei der Stadt ihre Arbeit wieder aufnehmen kann.

Kuba nach dem Sturm – schwere Schäden in Baracoa und Umgebung

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Zerstörte Straße in Baracoa am 5. Oktober (Quelle: Cubadebate)

Nachdem Hurrikan Matthew am Dienstagabend mit Windgeschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometern durch den Ostzipfel Kubas zog, verharren zur Stunde noch immer zehntausende Menschen in den Notunterkünften. Obwohl es in Kuba keine menschlichen Verluste gab, hinterließ Matthew in den östlichen Provinzen des Landes eine Schneise der Verwüstung, zahlreiche Familien verloren ihr Haus. Während die zweitgrößte Stadt des Landes, Santiago de Cuba, mit einem blauen Auge davonkam, sind die Zerstörungen in der ältesten Stadt Baracoa am schwersten.

Nach ersten Berichten sollen in Baracoa mehr als 90 Prozent der Dächer von Sturmschäden betroffen sein. Matthew traf am Dienstag in Punta Caleta  (Provinz Guantánamo) an Land und verließ die Insel am Morgen des 5. Oktober in der Nähe von Baracoa wieder. Dabei schwebte das Auge des Sturms, indem es Windstill ist, mehrere Stunden lang über der Stadt. Laut lokalen Medienberichten herrschten Winde von bis zu 300 km/h. Zur Stunde ist die Stadt noch immer von der Außenwelt abgeschnitten und nur über den Luftweg zu erreichen. Während die Internetverbindung funktioniert, ist das Telefon-, Rundfunk- und Fernsehnetz kollabiert.

Der „Sturmjäger“ und National Geographic-Fotograf Mike Theiss verbrachte die Nacht zum Mittwoch in Baracoa und berichtete am nächsten Morgen auf Twitter mit einem Video  vom Ausmaß der Zerstörungen:

Ähnlich sieht die Lage in den Gemeinden San Antonio del Sur, Maisí, Imías und Yateras aus, die zusammen mit Baracoa zu den am schwersten betroffenen Ortschaften zählen. Alle liegen in der Provinz Guantánamo und sind derzeit nicht oder nur sehr schwer auf dem Landweg zu erreichen. Dennoch konnten bereits erste Bilder von den Zerstörungen über das Internet an die Öffentlichkeit gelangen. Anwohner sprechen von einer „Katastrophe“. Zahlreiche Dächer sind abgedeckt, Häuser ganz oder teilweise zerstört, Straßenbeläge wurden aufgerissen, Telefon- und Strommasten knickten um wie Streichhölzer.

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Auch die Gemeinde San Antonio del Sur hatte schwer mit Matthew zu kämpfen (Quelle: Cubadebate)

Während die große Mehrzahl der 1,3 Millionen Kubaner, die im Vorfeld des Sturms evakuiert wurden, bereits in ihre Häuser zurückkehren durfte, sieht die Lage für die Menschen in den betroffenen Gebieten Guantánamos schwieriger aus. Allein in Baracoa wurden über 35.000 Personen evakuiert die nun erst einmal auf den basalen Wiederaufbau der Infrastruktur warten müssen. Doch Hilfe ist unterwegs. Bereits am gestrigen Mittwoch trafen die ersten technischen Brigaden in Baracoa ein, um an der Wiederherstellung von Strom und Trinkwasserversorgung zu arbeiten.

Der kubanische Katastrophenschutz hat sich auch im Falle von Hurrikan „Matthew“ bewährt. Präsident Raúl Castro koordinierte die Vorbereitungen persönlich von Santiago de Cuba aus, es wird damit gerechnet dass er den am schwersten betroffenen Gemeinden in den kommenden Tagen einen Besuch abstatten wird.

Im Rest des Landes kehrt indes wieder Normalität ein. Busse und Züge haben ihren Betrieb wieder aufgenommen. In Santiago de Cuba sollen nach einigen Aufräumarbeiten am Freitag die Schulen wieder öffnen. Außerhalb der Provinzen Guantánamo und Holguín wurden bisher keine nennenswerten Schäden berichtet. Bis das ganze Ausmaß der Katastrophe bekannt wird, dürfte es allerdings noch einige Tage dauern. Zur Stunde arbeiten die Rettungskräfte daran, die abgeschnittenen Gemeinden wieder zu erreichen.


Bericht des kubanischen Fernsehens über die aktuelle Lage in Baracoa:

Hurrikan Matthew trifft auf Kuba – Aktuelle Infos für Reisende

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Aktuelle Prognose des kubanischen Wetterdienstes zu Hurrikan Matthew (Quelle: met.inf.cu)

Am Dienstag wird mit dem Landfall von Hurrikan Matthew an der kubanischen Ostküste gerechnet. In Kuba laufen derzeit umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen, um menschliche Verluste zu vermeiden und wirtschaftliche Schäden zu minimieren. Touristen werden aus der Gefahrenzone evakuiert. Was sollten Reisende auf Kuba jetzt beachten? Und wie sieht es in den kommenden Tagen mit der Transportsituation auf der Insel aus?

Aktuelle Sicherheitshinweise

Laut den jüngsten Prognosen wird Hurrikan Matthew am Dienstag gegen 14 Uhr (Ortszeit) im Gebiet um Guantánamo mit einer Geschwindigkeit von rund 200 km/h an Land gehen, womit er dann als Hurrikan der Kategorie 3 gilt. Der letzte schwere Hurrikan Sandy traf 2012 auf Kubas Ostküste, wo er mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 185 km/h eine Spur der Verwüstung hinterließ, 11 Menschen kamen damals ums Leben.

Wer sich jetzt in einer der östlichen Provinzen (Camagüey, Las Tunas, Granma, Guantánamo, Santiago de Cuba und Holguín) aufhält, sollte dennoch nicht in Panik verfallen. Das Land genießt einen hervorragenden Ruf im Katastrophenschutz, die Vorbereitungen werden dieses Jahr im Unterschied zu 2012 von Raúl Castro persönlich koordiniert – umfassende Präventivmaßnahmen genießen höchste Priorität. Beim Schutz von ausländischen Gästen gehen die Behörden in der Regel zudem besonders sorgsam vor.

Obwohl mit dem Landfall des Hurrikans erst ab Dienstag gerechnet wird, warnt das Auswärtige Amt bereits jetzt schon vor schweren Regenfällen im Ostteil Kubas, in deren Folge es auch zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen kann. Der höchste Alarmstatus ist in den genannten Provinzen seit dem 3. Oktober, 9 Uhr Morgens aktiv (Ortszeit). Reisende sollten sich deshalb ab sofort ständig informiert halten und die regionalen Wettervorhersagen verfolgen sowie die Hinweise der lokalen Behörden beachten (siehe Links am Ende). Es muss mit Stromausfällen und zeitweiser Unterbrechungen der Trinkwasserversorgung gerechnet werden.

Wer mit seiner Familie im Ausland kommunizieren will, sollte beachten dass die öffentlichen WiFi-Netze in den östlichen Provinzen demnächst auf unbestimmte Zeit deaktiviert werden. Mit Störungen im Telefon- und Handynetz ist ebenfalls zu rechnen.
Der einheimischen Bevölkerung rät der Katastrophenschutz ausreichende Wasser- und Lebensmittelvorräte anzulegen sowie die Fenster mit Klebeband zu sichern.

Keine Flüge mehr in den Oriente

Wie die staatliche Flugaufsicht bekannt gab, sind seit dem 2. Oktober 12 Uhr (Ortszeit) alle Flüge mit den Zielen Santiago de Cuba, Holguín, Camagüey, Guantánamo, Moa, Baracoa, Manzanillo, Bayamo  und Las Tunas bis auf weiteres gestrichen. Es sollte damit gerechnet werden, dass die Routen zu den nördlichen Inseln (Cayos) in Holguín ab sofort für einige Tage nicht mehr passierbar sein werden, entsprechende Flugverbindungen werden Einschränkungen unterliegen.

Flüge von Kuba aus mit den Zielen Puerto Príncipe (Haiti), Santo Domingo (Dominikanische Republik), Fort de France (Martinique) Pointe a Prite (Guadalupe) und Caracas (Venezuela) werden bis auf weiteres ebenfalls entfallen. Änderungen der Flugrouten wird es bei Flügen von Madrid über Santiago de Cuba sowie von Buenos Aires über Cayo Coco geben. Details sind bei den jeweiligen Fluggesellschaften zu erfragen.

Bus und Zug stehen ebenfalls still

Der Busverkehr auf Kuba wird kurz vor dem Sturm ebenfalls starken Einschränkungen unterliegen. Alle Busse, die vom Westen der Insel aus in den Oriente (beginnend mit der Provinz Las Tunas) fahren, werden ab dem 3. Oktober um 5 Uhr Morgens Ortszeit nicht mehr verkehren. Ab 12 Uhr Mittags wird zudem kein Bus mehr vom Oriente in den Westen aufbrechen. Wer bereits ein Ticket gekauft hat, kann dieses bei der Busgesellschaft umtauschen. Auch hier gilt: Die Wiederaufnahme des Verkehrs hängt von den Wetterkonditionen ab, Details werden nach dem Sturm bekannt gegeben.

Züge von Havanna aus in den Oriente fahren bereits seit dem 2. Oktober nicht mehr. Betroffen hiervon sind alle Züge der Linien 11 bis 16. Die Zugverbindung zwischen Santiago de Cuba und Santa Clara (No. 9 und 10) wird ab dem 3. Oktober unterbrochen. Die Fahrpläne der Regionalzüge werden im Osten des Landes von den lokalen Katastrophenschutzbehörden geregelt, hier sollte auf Aushänge vor Ort geachtet werden. Der Umtausch von bereits gekauften Tickets ist bis zu 15 Tage nach dem Kauf möglich.


Aktuelle Informationen zu Hurrikan Matthew: